Wir begrüßen Dr. Philipp Freiherr Heereman als neues Kuratoriumsmitglied im Stiftungsteam

Als neues Mitglied in unserem Stiftungsteam dürfen wir Herrn Dr. Philipp Freiherr Heereman aus Hörstel-Riesenbeck begrüßen. Freiherr Heereman bewirtschaftet einen land- und forstwirtschaftlichen Betrieb und vertritt im Ehrenamt als Vorsitzender des Waldbauernverbandes die Interessen der privaten Waldeigentümer in NRW.

“Waldschutz bedeutet Umweltschutz. Daher freue ich mich sehr über Freiherr Heereman, mit dem wir ein weiteres engagiertes Mitglied für ein wichtiges Themengebiet gewinnen konnten”, so Jan-Bernd Kappelhoff, Vorstand der Stiftung kampfmittelfreier Lebensraum.

Wir freuen uns sehr über die personelle Bereicherung der Stiftung und auf die künftige Zusammenarbeit.

„Verantwortung für die nachfolgenden Generationen“: Interview der Stiftungs-Koordinatorin in Erstausgabe der „Stiftungswelt“

Die Stiftung kampfmittelfreier Lebensraum ist jüngst Mitglied des Bundesverbands Deutscher Stiftungen geworden. Als solche sind wir sehr froh, mit einem Interview in der Erstausgabe des Online-Magazins „Stiftungswelt“ vertreten zu sein, welches der Bundesverband Deutscher Stiftungen herausgegeben hat.
Koordinatorin Stephanie Bergmann ging in dem Kurzinterview auf den Stiftungszweck, die Rolle der Gesellschaft und die langfristige Verantwortung der Stiftung ein.  

Hier geht es zum Interview.

Das Magazin „Stiftungswelt“ ist online und per Newsletter kostenlos erhältlich: https://www.stiftungswelt.de/.

Stiftungs-Stipendium fördert Forschungsarbeit
„Neuartige Anordnungen von Magnetometern in der Kampfmittelsondierung“

„Für mich war das Stipendium eine sehr gute Entscheidung“, sagt Ines Budde, 26 Jahre, die kürzlich ihren Master im Fachbereich Geophysik abgeschlossen hat.

„Kampfmittel sind ein Bereich, mit dem ich ständig durch die Geschichte Kiels in Kontakt kam und dadurch wurde ich schließlich auf das Thema aufmerksam“

Ines Budde, Geophysikerin & Stipendiatin


An der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel hat Ines Budde studiert und gelebt. Meeresrauschen, Segelschiffe und eine frische Ostseebrise – all das und mehr macht die Hafenstadt aus. Als maritime Großstadt profitiert sie von der direkten Lage an der Ostsee. Im Zweiten Weltkrieg war sie jedoch ein leichtes Ziel für amerikanische Luftangriffe. So werden auch fast 80 Jahre nach Ende des Krieges regelmäßig Blindgänger und Altlasten in der Stadt gefunden. „Kampfmittel sind ein Bereich, mit dem ich ständig durch die Geschichte Kiels in Kontakt kam und dadurch wurde ich schließlich auf das Thema aufmerksam“, erzählt Ines Budde. Durch ein Praktikum erfuhr sie von dem Stipendium der Stiftung kampfmittelfreier Lebensraum.

Das Stipendium der Stiftung half Ines Budde bei der Beschaffung von Informationen über Kampfmittel. Durch den unkomplizierten Zugang zu jeglicher Expertise – sei es durch ein großes Netzwerk, den Besuch von Tagungen oder Fachliteratur – erhielt die junge Geophysikerin die nötige Unterstützung. Der Fokus ihrer Arbeit lag auf der Anwendung von geomagnetischen Messungen in der Kampfmittelsondierung. „Zurzeit finden geomagnetische Messungen mit einem Messwagen mit einer vertikalen Ausrichtung der Sonden statt. Aber gerade im Marinebereich, wie zum Beispiel in Kiel, oder in schwer zugänglichen Bereichen bieten sich Drohnen oder Unterwasserfahrzeuge an. Hierbei ist eine horizontale Ausrichtung der Sonden aufgrund des Luft- bzw. Wasserwiderstands vorteilhaft“, erklärt Ines Budde.

Eine derartige Ausrichtung hat sie im Rahmen ihrer Masterarbeit experimentell untersucht. Darüber hinaus hat sie einen neuen Inversionsansatz zur Detektion von Störkörpern mit dieser horizontalen Ausrichtung entwickelt.

„Meine Forschungsarbeit war ein voller Erfolg. Ein besonderer Dank gilt dem Stipendium, das meine Erwartungen sogar übertroffen hat. Ich wurde auf ganzer Linie unterstützt und kann es mit gutem Gewissen weiterempfehlen“, berichtet Ines Budde. Es sei ein gutes „rundum Sorglospaket“, das nicht nur bei finanziellen Engpässen Entlastung verschaffe, sondern auch wissenschaftlichen Austausch mit Kolleg:innen oder auf Tagungen, Expertenrat und eine flexible, verlässliche Betreuung ermögliche, sagt die junge Absolventin.

„Eine große Säule unserer Stiftung war von Beginn an die Bildung und wir freuen uns, den Fortschritt des Fachwissens mit dem Stipendium voranzutreiben“

Simon Gremmler, Zuständiger Stipendium


Simon Gremmler, Fachbereichsleiter der Geophysik und Fortbildung, erkannte früh den Förderbedarf in der wissenschaftlichen Auseinandersetzung mit Kampfmitteln. „Eine große Säule unserer Stiftung war von Beginn an die Bildung und wir freuen uns, den Fortschritt des Fachwissens mit dem Stipendium voranzutreiben“, so Gremmler. Das helfe nicht nur der Stiftung, sondern der ganzen Branche und bringe uns dem gemeinsamen Ziel näher, Gefahrenquellen zu beseitigen, ergänzt er. Die Ergebnisse von Ines Budde sprechen schließlich für den Erfolg des Stipendiums.

Die Stiftung bietet Studierenden verschiedener Fachrichtungen die Möglichkeit, sich für ein Stipendium während ihrer Abschlussarbeit zu bewerben. Ausführliche Informationen dazu finden Sie hier

Die junge Absolventin machte auch außerhalb der Universität auf ihre Ergebnisse aufmerksam. Sie erarbeitete u.a. einen Beitrag für die DGG (Deutsche Geophysikalische Gesellschaft e.V.). Besonderes Augenmerk legte sie auf die visuelle Darstellung der magnetischen Messdaten (s. linker Bildschirm, Mitte).
Geophysikerin Ines Budde freut sich darauf, Ergebnisse Ihrer Forschungsarbeit auch in der Praxis anwenden zu können.